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FRIEDRICH HEER

Meister Eckhart

From Eckhart, Predigten und Schriften, ausgewaehlt und eingeleitet von Fr. Heer, Frankfurt/M-Hamburg 1956


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Time and Creation in Gregory of Nyssa and Meister Eckhart
Time and Creation
In Gregory of Nyssa and
Meister Eckhart

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I. Die dunkle Zeit

 

Vor einem halben Jahrhundert klagt Hermann Büttner, der erste, der Meister Eckhart "populär" machen wollte im deutschen Raum: "Der größte religiöse Redner und Schriftsteller der Deutschen ist seinem Volke gänzlich fremd geworden. "Wenig später vermerkt der Altmeister der deutschen Kirchengeschichtsschreibung, Albert Hauck: "Mit Meister Eckehart nennen wir einen großen Namen, aber der Name bedeutet eine große Frage. Wir kennen Eckehart und kennen ihn nicht." Seither sind eine Fülle von Schriften und eine Reihe von wissenschaftlichen Abhandlungen zum Meister-Eckhart-Problem erschienen, und die seit 1936 erscheinende erste Gesamtausgabe seiner Werke, der anfänglich eine lateinische Edition, besorgt von den Dominikanern, zur Seite stand, ermöglicht es, einzudringen in das Dickicht der Fragen; dennoch gelten der Befund und das Bekenntnis Albert Haucks auch heute noch. Die Gestalt des größten deutschen Denkers und religiösen Genies (ein Genie ist etwas anders als ein Heiliger) des Mittelalters, das bis zur Gegenwart deutsches Denken und deutsche Frömmigkeit befruchtet hat wie kaum eines vor und nach ihm, schwebt in einem lichten Dunkel. Es ist kein Zufall, daß Katholiken und Protestanten, "Gottgläubige", Theisten und Atheisten, Idealisten und Pantheisten sich auf ihn berufen, ihn als einen der Ihren auf den Schild erheben. Wir wollen hier nicht versuchen, das Eckhart-Problem zu "lösen"; und wir können auch diesen Mann mit seinen so fruchtbaren Widersprüchen als Persönlichkeit nicht so weit erhellen, daß ein für allemal klar würde: Seht, das ist er. So ist er und nicht anders.Wir glauben, daß eine solche Festlegung, fern der  Wirklichkeit, auch nicht im Sinne des Meisters selbst wäre. Meister Eckhart ist kein System (so sehr er selbst sich in manchen Bezügen um ein System bemüht hat), sondern eine Persönlichkeit, die, im tiefsten unbekümmert um die Folgen, sich verströmt in schöpferischen  Wallungen.  Was Meister Eckhart von der "Wallung", vom  "Ausfluß" und vom "Überkochen" der Gottheit sagt, erfährt er an sich selbst. Die Gottheit "kocht über" wie ein Gefäß, das übervoll ist; und ihr gleichend, weil zutiefst verwandt, weil ihr "Sohn", kocht der Meister Eckhart über und befruchtet und zerstört mit seinen Lavamassen die Gefilde der Menschen. Eckhart, ein Vulkan. Eckhart, ein großer Zerstörer. Eckhart, ein Quell, der durch die Jahrhunderte hindurch Geister und Seelen befruchtet und befrachtet.
 

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